In der aktuellen Ausgabe von Gehirn&Geist wird sich mit Studien auseinandergesetzt. Das wissenschaftliche Ergebnisse aktuell einen schweren Stand haben, dürfte angesichts der zuletzt wieder vermehrt vorkommenden „Wissenschaftsskandale“ nicht überraschen. Schön, dass sich Gehirn&Geist hier auf einer fachlichen Weise mit dem Thema auseinandersetzt.

Wie Studien beurteilt werden sollten

Schwerpunkt des Artikels sind Fragestellungen die dabei helfen, eine Studie bzw. wissenschaftliche Veröffentlichungen genauer zu beurteilen. Die Fragen sind nicht neu und ich meine mich zu erinnern, dass während des Studiums genau diese Aspekte bei der Evaluierung von Literatur bzw. Studien eine gewichtige Rolle spielten. Dies galt umso mehr, wenn auf Grundlage von Primärliteratur eine neue wissenschaftliche Arbeit entstand. Wer sich mit einer Studie beschäftigt, sollte sich demnach die folgenden Fragen stellen.

  • Ist die Studie repräsentativ?
  • Sind die vergleichenden Gruppen vergleichbar?
  • Passt die Stichprobe
  • Wird das Richtige gemessen?
  • Verfälschen andere Einflüsse das Ergebnis?
  • Die die Ergebnisse signifikant
  • Sind die Ergebnisse für die Praxis relevant?

Transparents ist alles!

Im Kern haben diese Prüffragen gemeinsam, dass es irgendwo immer um Transparents geht. Transparents fängt dabei aber schon früher an. Es gilt sich zu fragen, wer mit welchen Mittel warum was untersuchte. Natürlich ist dies immer abhängig von den Möglichkeiten der Veröffentlichung. Nicht immer ist Raum um entsprechende Referenzen anzugeben. Manchmal ist aber auch das Medium selber nicht geeignet. Der Deutschlandfunk berichtete über sog. Fake Sciene vor kurzem im Schwerpunkt Forschung. Es geht um Scheinkonferenzen und Pseudojournale (bzw. hier).