Im März 2015 veröffentlichte Joris (Ramon Buchholz) mit "Herz über Kopf" einen Track, der sich rascher Beliebtheit erfreute. Kaum ein Liebesvideo auf Youtube dass ohne diesen Song hochgeladen wurde. EIne richtige nette Remixe. Einfach ein toller Song. Sein Durchbruch. Kurz nach der Single dann das Debütalbum Hoffnungslos hoffnungsvoll , welches mich überzeugte. Drei Jahre später, 2018, das zweite Album "Schrei es raus".

Leider muss ich sagen, dass bei mir der Funke bei diesem Album nicht zündet. Dies liegt vermutlich zu einem großen Teil an der Erwartung, die nicht erfüllt wurde. Zwischen den "deutschen Pop-Poeten" der letzten Jahre, hier möchte ich an den Beitrag von Herrn Böhmermann bezüglich deutscher Pop-Musik erinnern, war Joris für mich erfrischend anders. Natürlich das gleiche Publikum, jedoch mit Herz und Kreativität anders als die anderen.

Dieser Funke ...

Jetzt das neue Album. Für mich ein Zusammenfassung eben jener Pop-Industrie, aus welcher er doch bisher noch herrausstach. Immer wieder das gleiche Motto: Wir/du/ihr/sie fangt/fangen neu an und schaffen/schafft das! Das ganze eingesungen mit einer Stimme, die sehr an Casper erinnert. Und dass immer wieder.

Lichtblicke

Für mich eigentlich nur einer: DU. Der Song sticht heraus. Trompeten und ein unpoppiger Rhytmus. Netter Versuch, hier geht aber noch mehr. Der Rest der Platte, wie schon beschrieben, ziemlich monoton. Vermutlich wird es "Unerreichbar weit" irgendwie schaffen etwas mehr Bekanntheit zu gewinnen. Der Rest wird untergehen im alltäglichen Popgedudel.

Fazit

Eine Platte, Doppelvinyl Gatefold inkl. Audio CD, die ich gerne zurückgeben würde. Schade eigentlich.